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Axis 1.o

Medieninstallation als Startpunkt des Stadtentwicklungsprojekts Kunst- und Kulturmeile Dortmund

Das Area Composing erzählt die Stadtgeschichte Dortmunds anhand ausgewählter Exponate des Museums für Kunst und Kulturgeschichte. AXIS 1.o wurde auf die Stahlskulptur »Chip« vor dem Museum projiziert.

Mit der Installation öffnete sich das Museum zum Stadtraum und verband sich mit den angrenzenden Stationen der gedachten Kulturachse. Während der acht Aufführungsnächte reagierten die Menschen spontan und vielfältig auf die Installation.

Projektumfang

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Premiere von AXIS 1.0 am 14. Juni 2019
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Spontane Performance auf dem CHIP
Schriftzug KirchenfensterSchriftzug Kirchenfenster
Farbexplosion auf tiefschwarzem Untergrund
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Perfektes Mapping entlang der Konturen des CHIP
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Klangwellen spüren
Stöcker SiriStöcker Siri
Jens Stöcker in Kontakt mit "Siri"
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Das Team vom MKK auf dem CHIP
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Blick aus dem Obergeschoss des Museums

AXIS

Auf Initiative der Stadt Dortmund entwickeln wir ein künstlerisches Konzept, wie die gedachte Kunst- und Kulturmeile im Stadtraum sichtbar gemacht werden kann – eine Achse, die vom Dortmunder U quer durch die Innenstadt bis zum Bauarchiv am Ostwall reicht. Medieninstallationen vor den jeweiligen Stationen sollen Bezug zum jeweiligen Kulturort nehmen und die angrenzenden Orte einbeziehen. Im Zusammenspiel aller Stationen entsteht ein skalierbares Kunstwerk, das mit der kulturellen Entwicklung der Stadt wachsen kann.

1.0

In Kooperation mit Christian Weyers, dem Leiter der Stabsstelle Kreativquartier, und Museumsdirektor Jens Stöcker definieren wir das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) als Start und Ausgangspunkt. Hier, wo sich die gesamte Stadtgeschichte Dortmunds konzentriert, soll die Idee der Kulturachse zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert werden.

AXIS 1.0 ist eine Komposition aus Bild- und Tonaufnahmen des Dortmunder Stadtlebens entlang der Kulturachse sowie von Exponaten des MKK. Der Makrokosmos der heutigen Stadt verbindet sich mit dem Mikrokosmos des vergangenen Lebens, das sich in den Ausstellungsstücken offenbart. Der Fotografie gelingt es, in die Tiefe der Exponate einzudringen, ihre Materialität und die Spuren ihres Herstellungsprozesses darzustellen, aber auch die Zeitspuren ihres Verfalls.

Neben der geografischen Achse entsteht so eine zeitliche Achse von der Frühzeit bis in die Gegenwart, die dem chronologischen Konzept des Museums folgt. Die Klangerzählung des Area Composing kommentiert die Entwicklung der Kulturgeschichte anhand der Evolution menschlicher Klangäußerung. Parallel zur musikalischen Entwicklungsgeschichte skizzieren Geräusche, Tondokumente und Streetrecordings die Geschichte und Stadtentwicklung Dortmunds von der Frühgeschichte über Handel und Industrialisierung bis hin zur multikulturellen Ruhrmetropole.

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Restauratorin Carolin Langenbahn
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Monitoring der Fotoaufnahmen
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Joana Maibach vom MKK bei der Feinjustierung fürs Fotoshooting
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Field Recordings für AXIS 1.0 in den Straßen Dortmunds
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Ort

Der Platz vor dem MKK ist ein Durchgangsort, der Passanten wenig Anlass zum Verweilen bietet. Die Aufführung des Area Composing an diesem Ort soll das Museum hinaus in die Öffentlichkeit tragen und es zum Anziehungspunkt nicht nur für Museumsbesucher machen.

In der Mitte des Platzes steht die Skulptur CHIP des Düsseldorfer Künstlers Stefan Sous, wie ein riesiger schwarzer Faustkeil, archaisch und futuristisch zugleich – thematisch und formal die perfekte Situation für eine Zeitreise durch die Epochen der Stadtgeschichte. Wir entscheiden, ihn zur Projektionsfläche und zum Klangkörper für unser Area Composing zu machen.

Technik

Bei der Aufführung soll den Eindruck entstehen, dass die Bilder und Klänge aus der Skulptur selbst entstehen, dass sie aus eigener Quelle leuchtet, klingt, sich wandelt und bewegt – als ob es gar keine Technik gäbe. Um dies zu erreichen, platzieren wir die gesamte Projektions- und Steuerungstechnik im Museum und die Lautsprecher für eine unsichtbare 360-Grad-Beschallung unter der Skulptur. Durch Kontaktübertragung der Schallwellen lassen sie den CHIP vibrieren, was die Menschen fühlen können, die die Skulptur berühren oder ersteigen. Die gesamte Medieninstallation wird so programmiert, dass sie zum geplanten Zeitpunkt automatisch startet und endet und per Fernsteuerung kontrolliert werden kann.

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AXIS 1.0 wird während des Ev. Kirchentages im Juni aufgeführt, wenn Tausende von Gästen Dortmund besuchen. Die kürzesten und hellsten Nächte des Jahres erfordern besondere technische Vorkehrungen, wie zum Beispiel die Reduzierung des Umgebungslichtes durch Abschaltung der Laterne am CHIP.
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Mit Erlaubnis von Stefan Sous lassen wir die Oberfläche des CHIP komplett abschleifen und mit einer dunkelgrauen, matten Grundierung streichen, die die Projektion besser reflektieren kann.
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Frisch gestrichen
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Unter dem CHIP werden die Boxen auf fahrbahren Minipalletten platziert, um sie jeden Abend schnell auf- und abbauen zu können.
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Bis zum nächsten Einsatz werden die Aku-Lautsprecher im Museum aufgeladen.
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Unser technischer Berater Hendrik Wendler in der Steuerzentrale im MKK.
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Ausschnitt aus der Hochkontrastversion von AXIS 1.0
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Zwei Panasonic Laser-Beamer mit jeweils 20.000 ANSI-Lumen werden zu einem Bild gestackt.

Aufführung

AXIS 1.0 wird an acht Abenden im Juni 2019 auf dem Platz von Amiens aufgeführt. Während der 90-minütigen Aufführung zeigen wir zwei Versionen der Komposition, eine davon als Hochkontrastversion mit leuchtenden Konturen. Während die eine Version den CHIP als Ganzes bedeckt, lassen die Konturlinien der zweiten Version Form und Materialität der Skulptur mehr Raum.

Mit der Projektion von Klängen und Bildern aus dem MKK auf den CHIP tritt das Museum hinaus in die Öffentlichkeit und in Kontakt mit zahlreichen Menschen aller Altersgruppen und sozialen Schichten, deren Interesse an Kunst und Museum auf völlig neue Weise geweckt wird. Sie machen AXIS 1.0 zu einer sozialen Klangbild-Skulptur, berühren sie, klettern darauf, spüren die Klang-Vibrationen, bewegen sich in den Bildern und posten Selfies ihrer Performances in den sozialen Netzen.

AXIS 1.0 verändert nicht nur die Wahrnehmung von Kunst und Kultur, sondern auch den Platz vor dem Museum. Die Medieninstallation verwandelt die Durchgangspassage zu einem Ort der Betrachtung und Kommunikation und erschafft damit einen neuen öffentlichen Raum. Gleichzeitig markiert die Installation die erste Station der geplanten Kunst- und Kulturmeile Dortmunds, die damit erstmals sichtbar und spürbar wird.

Siri

Projektbeteiligte

Dr. Jens Stöcker und sein Team vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte, Dortmund (Joana Maibach, Carolin Langenbahn, Edyta Gronert, Elke Torspecken, Dominik Kilian, Julian Oswald, Peter Adler)

Christian Weyers, Stadt Dortmund / Stabsstelle Kreativquartiere

Dr. Rosemarie Pahlke, Stadt Dortmund / Kunst im öffentlichen Raum

Ingo von Stillfried, Förderkreis Vermessungstechnisches Museum, Dortmund

Katrin Pinetzki, Pressesprecherin Stadt Dortmund

Hendrik Wendler / Emanuele Musca / Behrooz Moosavi, device + context, Weimar / Berlin

Peter Kanngießer, Soundtechnik, Wuppertal

Annette Liese, Fotografie, Dortmund

Höhnerbach Veranstaltungstechnik, Duisburg

Christian Caspari, Maler, Hagen

DEW21

Pressestimmen

AXIS 1.0 – eine Klangbild-Skulptur für Dortmund
Bericht von Anja Cord in ARS TREMONIA am 13.06.19

Eine Klangbild-Skulptur für Dortmund
Bericht von Klaus Neuvians in Mengede:InTakt am 13.06.19

Kunst rund um den Kirchentag: Klangbild-Skulptur taucht Platz von Amiens in neues Licht
Bericht in Rundblick Dortmund am 14.06.19

Klangbild-Skulptur rund um den Kirchentag in Dortmund
Bericht im Evangelischen Pressedienst am 17.06.19

Klangbild-Skulptur für Dortmund
Bericht von Klaus Neuvians in Mengede:InTakt am 20.06.19

Klingende Kunst auf dem Dortmunder Amiens-Platz
Beitrag von Christoph Ohrem bei WDR 5 Scala am 21.06.19

Nachlese zu AXIS 1.0
von Klaus Neuvians und Dorothee Pilavas in Mengede:InTakt am 15.07.19